Rezept: Zwetschgen-Muffins mit (nicht nur) Sonnenblumenkernen

Veganer Pflaumenmuffin mit Sonnenblumenkernen und Kürbismus

Zubereitungszeit ca. 50 Minuten


Detailfoto einer Pflaume auf einem Teller mit veganen Muffins

Ein schmackhaftes Back-Missglück mit mir als verwirrte Bäckerin in der Hauptrolle.

Ich musste vor Kurzem für ein Fest das ein oder andere Gebäck zubereiten. Neben meinem Standard-Rezept, welches du auch hier auf dem Blog findest, wollte ich noch ein neues Muffin-Rezept testen. Das Ergebnis konnte man eigentlich als gelungen bezeichnen. Schön Fluffig, nicht zu süß, fruchtig – Dank der Zwetschgen, die uns unser Baum gerade eimerweise entgegenwirft. Die Muffins sind mit Weißmehl gebacken, denn seien wir mal ehrlich, das schmeckt einfach harmonischer zu Früchten. Die dunkle Farbe haben sie vom Vollrohr-Zucker. Sie sehen also gewissermaßen gesünder aus, als sie sind. Verrückt. Aber das ist nicht der Grund, warum in der Überschrift die Rede von einem Missglück ist. In der Back-Eile am Samstag Vormittag hat mir der Herr Ehemann geholfen die Zwetschgen zu Entkernen. Ich habe sie dann noch abgewogen und kleiner geschnitten. Soweit so gut. Als sie dann im Laufe der Zutaten-Vermengung zum Einsatz kamen, muss sich mein Hirn kurzzeitig verabschiedet haben. Auf dem Fest habe ich nämlich den ersten – nein, eigentlich den zweiten – Muffin probiert und hatte daraufhin ganze zwei Pflaumen-Kerne im Mund. Im nächsten war ebenso einer zu finden. Es gibt ja einen Aberglauben, der besagt, dass jemand an dich denkt, wenn du einen Kirschkern im Kuchen findest. Da müssen wohl ganz schön viele Leute an mich gedacht haben. Trotzdem haben mir die Muffins sehr gut geschmeckt, am Kuchenstand wurde ein entsprechendes Warnschild platziert und im Endeffekt habe ich die meisten selbst verputzt. Natürlich nur aus Scham – es ist ja nicht so als hätte ich die Kerne vorsätzlich platziert… oder doch?

Zwetschgenmuffins – ein Rezept für 12 Stück

Die Sonnenblumenkerne ersetzen hier die Nüsse im Teig. Mir stand der Sinn nach günstigen Zutaten.

Zutaten für 15 Muffins:

  • 360 g helles Weizenmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/4 TL Natron
  • 1/2 TL Zimt
  • 60 g Sonnenblumenkerne
  • 1/4 der Schale einer Bio-Zitrone
  • 120 g Rohrohr-Zucker
  • 75 g Kürbismus
    oder Pflaumen- oder Apfelmus
  • 80 ml Pflanzenöl
    z. B. aus Raps oder Sonnenblumen
  • 300 ml Pflanzenmilch
    Ich habe selbstgemachte Mandelmilch verwendet.
  • 160 g entkernte (!) Pflaumen oder Zwetschgen
    Na, wer weiß den Unterschied?

Hilfsmittel:

  • Zester
  • Mixer (alternativ Stößel und Kartoffelstampfer)
  • Muffinform
  • Öl für die Form oder Papierförmchen

Vorbereitung:

Das Kürbismus:

Da es wenig Sinn macht, für lediglich 75 g Kürbis den Herd anzuwerfen, habe ich das Mus in lohnender Menge schon am Vortag zubereitet. Dafür trennte ich ungefähr ein Viertel eines Hokaido-Kürbises ab, entfernte die Kerne und schnitt den Kürbis in kleine Würfel. Wenn dich kleine Schalenstücke im Brei stören, solltest du den Hokaido zu Beginn schälen. Diese lässt sich nämlich schlecht zerstampfen.

In einer Pfanne wurde dann alles weichgegart und später im Mixer mit der Hilfe von kleinen Mengen Wasser püriert. Statt dem Elektrogerät kannst du auch einen Kartoffelstampfer verwenden.

Das Mus wurde dann als Brotaufstrich, Pasta-Sauce und Wrap-Beilage verwendet. Und natürlich als Muffin-Zutat.

Zubereitung:

Als ersten Schritt solltest du die Sonnenblumenkerne zerkleinern. Ich habe das mit dem Standmixer gemacht. Das Ergebnis ist dabei recht unterschiedlich. Einige Kerne wurden nur gedrittelt, aber das ist vollkommen in Ordnung. Alternativ kannst du die Blumenkerne auch mit dem Stößel zermahlen oder – als kleine Fleißarbeit – mit dem Messer klein haken.

Auch die entsteinten Zwetschgen kannst du jetzt schon in kleine Stücke schneiden, damit die Muffins später ohne Umschweife in den Ofen können. Apropos Ofen: Diesen heizt du auf 175°C bei Umluft vor.

Danach nimmst du dir eine Schüssel und vermengst darin Mehl, Backpulver, Natron, Zimt und die zerkleinerten Sonnenblumenkerne. Schnapp’ dir die Zitrone, schabe etwas von der Schale ab und gib auch diese hinzu.

Nun vermischst du in einer weiteren Rührschüssel die Pflanzenmilch mit dem Öl, fügst den Vollrohr-Zucker und das Kürbismus hinzu und rührst einmal kräftig um.

Füge dann die Schüssel mit den trockenen Zutaten zu den flüssigen und vermenge die Masse zu einem gleichmäßigen Teig. Ich verwende dafür statt der Küchenmaschine am liebsten einen einfachen Esslöffel. Das geht genauso schnell und man läuft nicht Gefahr zu lange zu rühren – dann geht der Teig nämlich nicht schön auf.

Am Ende rührst du noch flott die Zwetschgen-Stücke unter und kannst direkt im Anschluss dein Muffinblech befüllen. Zuvor solltest du dieses entweder mit etwas Öl einpinseln oder mit Papierförmchen auslegen.

Das Blech geht dann für ungefähr 20 – 25 Minuten in den Backofen. 

Fertig! Wenn du noch etwas Puderzucker über die Muffins streust, sehen sie besonders hübsch aus.

Ich habe nun das zweite mal ohne Papierförmchen gearbeitet und die gebackenen Muffins liesen sich immer gut aus der Form lösen. Bei Früchten am Rand habe ich mit einem Holzstäbchen nachgeholfen. So kann man etwas Müll einsparen und sie lassen sich ohne langes Papier-abzieh-Gefummel schneller vernaschen.

Fruchtige vegane Pflaumen-Muffins. Im Herbst genießt man sie am besten noch warm.

Bei diesem Probier-Muffin war noch nichts von den eingeschlichenen Kernen zu sehen.

 

Ich werden nun abwarten, bis Baum Nr. 2 erntebereit ist (die reifen praktischerweise asynchron) und das Rezept mal ohne Kerne versuchen. Ich bin gespannt, ob das auch schmeckt.
Fruchtige Grüße, Unterschrift Caro

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