DIY: Kleine Strick-Zöpfe für Herrn Ehemanns Kopf

Der Herr mit seiner Strick-Mütze aus Sockenwolle

Eine Mütze aus der wohl naturbelassensten Wolle, die ich je verstrickt habe.

Jakob mit seiner neuen Strickmütze, Frontansicht
Ich habe mir ein neues Mützenmuster ausgedacht und der Herr Ehemann hat „Ja“ gesagt.

Allzu lange hat’s ja nicht gedauert. Der größte Kopf im Hause knopfkatz bekam ein neues Gewandt. Wer’s noch nicht gesehen hat, hier findest du die erste Mütze, die ich für meinen Mann stricken durfte. Das neue Mützenmodell ist, wie schon der Vorgänger, optisch recht grob, was hier aber hauptsächlich an der verwendeten Wolle liegt: Reine Schurwolle, ungefärbt – eigentlich für Socken gedacht. Dem Herrn steht das ganz gut. Mütze 1.0 bestand ja nur aus einem simplen Rippenmuster – diese hier, nur beinahe. Bei den rechten Rippen ist nämlich einfach nur ab und an ein bisschen was verdreht und weggelassen worden und schon sieht das Strickmuster gleich viel interessanter aus.

Material:

Strickmütze mit Schere, Nadel und Wollrest
Wolle, Schere, Stopfnadel… mehr braucht’s – außer natürlich Stricknadeln – nicht.
  • ca. 50g Wolle, hier: Finkhof Sockenwolle ungefärbt grau, Lauflänge: 250 m/100g
  • Nadelspiel, 3 mm
  • Stopfnadel und Schere

Die Mütze wird von unten nach oben mit einem Umschlagbündchen in Runden gestrickt. Damit das Bündchenmuster auch maximal hübsch aussieht, wird die Arbeit zwischendurch gewendet. Also Augen auf beim Lesen der Anleitung!

Maschenanschlag:

Kreuzanschlag: Für einen Kopfumfang von 63 cm habe ich 104 Maschen angeschlagen. Dabei habe ich die Maschenprobe für einen 5 cm kleineren Kopfumfang umgerechnet. Das Muster ist ja elastisch und die Mütze sollte nicht zu groß werden. Und nun passt sie zur Not auch mir, mit wesentlich kleinerem Kopf.
Wichtig ist, dass die angeschlagene Maschenanzahl durch vier teilbar ist.

Das Umschlag-Bündchen:

Ich bin neuerdings Fan von rechts verschränkten Maschen beim Rippenstrick. Da sieht das Bündchen nämlich gleich viel feiner aus. So auch hier:

Detailansicht des Mützenbündchens
Auf dem Foto siehst du den Unterschied. Oben sind die rechten Maschen normal gestrickt, unten verschränkt.

Stricke über ca. 5 cm = 15 Runden folgendes Bündchenmuster: 2 Maschen links, 2 Maschen rechts verschränkt im Wechsel bis zum Rundenende.

Nach den Bündchenrunden drehst du um und strickst in der anderen Richtung weiter. So sind die rechts verschränkten Maschen beim umgeklappten Bündchen dann auch wirklich außen sichtbar. Stricke eine Doppelmasche zum Wenden und dann über eine Runde nur linke Maschen. Damit die Maschen wieder wie gewohnt auf dem Nadelspiel liegen, stülpst du das bereits gestrickte einmal von innen nach außen um.

Nun folgen 6 Runden 2er Rippen, die versetzt zu den ursprünglichen Bündchenrippen stehen. Der Faulheit wegen, habe ich diese einfach ganz normal 2 rechts, 2 links gestrickt.

Das Grundmuster – zweisträngig gestrickte Zöpfe:

Die restliche Strickmütze besteht gleichmäßig verteilt aus 3 linken Maschen, 2 rechten Maschen und nochmal 3 linken Maschen. Bei einer Gesamtmaschenzahl von 104 sind das insgesamt 13 Wiederholungen. Die rechten Maschen werden dann über vier Runden zum Zöpfchen geformt werden. Das funktioniert folgendermaßen:

Der Einfachheit wegen, beschreibe ich dir hier nur die rechten Mustermaschen, die (6) Maschen dazwischen strickst du automatisch links.

Runde 1: Stricke die zwei Maschen ganz normal rechts ab.

Runde 2: Stricke die 1. Masche rechts, arbeite einen Umschlag und stricke die 2. Masche rechts ab.

Runde 3: Stricke alle Maschen und somit auch den Umschlag rechts ab

Runde 4: Hebe die erste Masche wie zum Rechtsstricken ab. Stricke die nächsten beiden Maschen rechts und hebe dann mit der linken Nadel die abgehobene Masche über die beiden rechts gestrickten.

Deine zwischenzeitlich drei rechten Maschen sind nun wieder zu zweit und du kannst wieder ab Runde 1 weitermachen.

Ein paar Musterrunden, ein paar Abnahmen und schon ist die Mütze fertig.

Muster der Strickmütze am Hinterkopf
Das Strickmuster läuft am Hinterkopf besonders schön zusammen.

Nach 10 Zöpfchen (40 Runden) habe ich angefangen Maschen abzunehmen um die Mütze zu schließen. Für einen kleineren Kopf nimmst du schon etwas früher ab. Die Abnahmen starten immer in der ersten der vier Musterrunden. In der ersten Abnahmerunde werden 26 Maschen abgenommen. Dafür strickst du jeweils die beiden linken Maschen, die vor und hinter den rechten Mustermaschen liegen, links zusammen. Stricke die nächsten 3 Runden wie zuvor im Grundmuster.

In der nächsten Musterrunde Nr. 1 nimmst du wieder 26 Maschen ab, indem du erneut jeweils zwei linke Maschen links zusammen strickst. In den nächsten 3 Runden wird wieder im Grundmuster gearbeitet.

Danach strickst du nochmals die verbleibenden zwei linken Maschen zusammen ab. Die rechten Maschen werden dabei lt. Muster normal rechts gestrickt. In der nächsten Runde strickst du ohne jegliche Abnahmen 1 Masche links, 2 Maschen rechts im Wechsel. Die nächste Runde ist wieder eine Abnahmerunde: 1 Masche links, eine Masche rechts abheben, eine Masche rechts, die abgehobene über die rechts gestrickte Masche ziehen und so weiter. Am Ende der Runde liegen dann noch insgesamt 26 Maschen auf dem Nadelspiel.

Letzte Runde: Ohne Abnahmen abwechselnd 1 Masche links, 1 Masche rechts. Dabei kannst du auch gleich die Nadeln auf 2 reduzieren und tust dir so im nächsten Schritt leichter.

Jetzt nimmst du nämlich deine Stopfnadel zur Hand. Schneide den Arbeitsfaden mit etwas Luft ab, fädle ihn durch die Nähnadel und führe ihn durch alle auf den Nadeln liegenden Maschenschlaufen. Ziehe das Ganze fest zusammen und verknote und vernähe den Faden dann auf der Innenseite der Mütze. Diese Technik habe ich in einer anderen Anleitung schon einmal bebildert, allerdings mit Häkel– statt Stopfnadel.

Detailansicht gestricktes Zopfmuster
Zöpfchenmuster und die rechts verschränkten Bündchenmaschen im Detail.
Der Herr mit seiner neuen Mütze, Seitenansicht
Sitzt von vorne nach hinten doch einwandfrei, oder?

Ich bin ja gespannt, wann die nächste Mütze vom Herrn bestellt wird…
Jetzt stricke ich aber erstmal wieder für mich selbst oder das Baby.
Caro

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