DIY: Ein Frühlingsstrauß, der nicht welkt

Papierstrauß für Ostern oder den ganzen Frühling

Fransige Blüten aus Papier und bunte Stäbchen aus dem Garten.

Rosa bemalte Zweige und eine selbstgebastelte Papierblüte – Osterdeko aus Naturmaterialien

Die roten Zweige bringen, zusätzlich zur Farbe, Leben in den Strauß.

„Man kann den Frühling schon riechen!“ meinte der Herr Ehemann letzten Samstag zu mir. Gut – er riecht öfter mal was, was ich mir gar nicht vorstellen kann, aber am Sonntag hatte ich den süßlich frischen Geruch auch in der Nase. Also muss es wohl so sein. Der Frühling kommt. Und da bei uns noch die Schneeflocken am Fenster hingen und ich durch eine Mitmachaktion auf Instagram auch noch erinnert wurde, doch endlich den Frühling zu begrüßen, habe ich mir eine neue Fensterdeko für die Küche überlegt. Wie bei jeder Neu-Dekoration der Wohnung achte ich darauf, dass das Motiv möglichst neutral ist und mehrere Monate oder sogar das ganze Jahr über stehen bleiben kann. Man hat ja noch genügend andere Dinge zu basteln.

Wie so oft zeige ich hier nur, wie ich das Ganze umgesetzt habe. Verwende für dich am besten das Material, welches du eh schon zu Hause liegen hast. Ein paar Alternativen führe ich dir nach der Materialliste auf. Und übrigens – ich freue mich immer über Nachrichten mit Bildern der eigenen Werke nach meinen Ideen.

Material:

  • Seidenpapier
  • Papierstanze, kreisförmig mit Wellenrand, ⌀ 38 mm
  • Nähnadel
  • Basteldraht, ⌀ 0,40 mm
  • Zange
  • diverse Zweige
  • Farbe: Acrylfarbe oder Lack
  • Pinsel
  • Vase
  • Schleife

Materialalternativen:

Seidenpapier habe ich zuhauf, weil darin die Shopbestellungen [Achtung! Werbung] eingehüllt werden. Wer also genau dieses haben möchte, kauft einfach bei mir ein… haha – Nein, aber auch diverse Geschenkeläden nutzen dieses Papier und so kannst du den vermeintlichen Müll noch upcyceln. Im Bastelladen gibt es Seiden- oder Transparentpapier in bunten Farben. Zeitungspapier oder dickeres Kopierpapier funktioniert natürlich auch, fällt dann aber anders. Eine Papierstanze erfüllt natürlich auch ohne Wellenform ihren Zweck, dafür gibt es aber auch sog. Kreisschneider. Dauert länger, ist aber genauso schön: Nach Schablonen aufzeichnen und mit der Schere ausschneiden oder Freischnauze etwas Rundes aus dem Papier schnippeln. Die Alternative zum Draht wäre wohl die Heißklebepistole – wobei das bei mir immer eine große Sauerei wird. Bei der Farbwahl zeige ich dir weiter unten noch ein Vergleichsfoto zwischen Lacken und Acrylfarbe – auch hier gilt: Nimm was du hast und mit was du am liebsten arbeitest.

So wird’s gemacht: Die Blütenform und das Verdrahten

Für einen Blütenfächer brauchst du ungefähr fünf Papierkreise. Stanze oder schneide die Form aus und falte sie dann einmal mittig zusammen. Das wiederholst, bis dir die Blütenanzahl genügend erscheint.

ausgestanztes und teilweise schon in der Mitte gefaltetes Seidenpapier

Mit einer Papierstanze geht’s wirklich am schnellsten. Die Form ist auch praktisch für Geschenkanhänger.

Nun nimmst du nach und nach die fünf Halbkreise und legst sie übereinander. Mal mehr, mal weniger akkurat. Stich dann mit der Nähnadel ein Loch in die Spitze des Papierstapels. Fädle daraufhin ein Stück Draht durch das Loch und fixiere die Blüte, indem du die Drahtenden einmal an der abgerundeten Kante ineinander verdrehst.

Wenn du alle Blüten fertiggebastelt hast, werden sie um die Äste gewickelt. Dafür habe ich sie im rechten Winkel am Ast festgedrahtet, die Drahtenden nach oben und unten gewickelt und die Blüte dann nach oben gebogen. So hält das Ganze fest am Ast und verrutscht nicht. Sollte es dennoch etwas wacklig sein, kannst du die Blüte einmal rundherum drehen – aber pass auf, dass dir der Draht nicht reisst.

Papierblüte wird am Ast befestigt

Der Draht wird oben und unten um den Ast gewickelt – so ließe er sich auch ganz einfach wieder entfernen.

Die Papierblüte wird in Form gedrückt

Nun muss die Blüte nur noch in Form gebogen und aufgefächert werden. Das DIY zu meinem Armband findest du übrigens hier: Simples Perlenarmband

Bring Farbe in’s Spiel: Passend zur Jahreszeit oder zu deiner Einrichtung

Nachdem alle Papierblüten an ihrem Platz waren, habe ich die übrigen Äste noch rosa bemalt um etwas mehr Frühling in den Strauß zu bringen. Zuerst habe ich das mit Nagellack versucht – weil dieser aufgebraucht werden musste, weil er an den Nägeln nicht schön aussieht. Nun ja am Ast hatte er auch nicht die nötige Deckkraft. Außerdem, falls du dich für irgendeine Art Lack entscheiden solltest, bitte nur in einem gut belüfteten Raum arbeiten! 

* Natürlich gibt es auch noch andere Farben und Stifte. Diese hier sind aus meinem privaten Sammelsurium. Dazu möchte ich betonen, dass die Nagellack-Marke essie Tierversuche durchführt, also bitte nicht nachkaufen!

Zweige bemalen – Nagellack und Acrylfarbe im Vergleich

Das Ergebnis vom Nagellack ist ganz links und beim vierten Zweig von links zu sehen – bei diesem habe ich die unteren Punkte schon mit Acrylfarbe überpinselt.

Mit der Acrylfarbe sieht man die Punkte und Streifen auf den Zweigen schon wesentlich besser – einziger Minuspunkt ist, das man auch den Pinselstrich besser sieht und die Punkte nicht so schön ordentlich wie beim Nagellack aussehen. Vielleicht stelle ich mich einfach nur blöd an…

Leider habe ich jetzt kein Foto davon, wie das Ergebnis mit dem blauen Acrylmalstift aussieht. Eigentlich funktioniert es damit ganz gut, nur auf hellem Holz bringt er einfach zu wenig Kontrast.

Das Finale

Um die bunten und blühenden Äste in der Vase etwas in Form zu halten, habe ich sie mit einer farblich passenden Schleife fixiert. Die Schleife stammt aus dem Stoff eines aussortierten Rocks und ist deswegen etwas ungleich an den Enden.

Upgecycelte Schleife, die den Frühlingsstrauß zusammenhält

Rosa und Mintgrün passt einfach gut zusammen. Ja, etwas kitschig, aber im Frühling darf das so sein.

So kommt das Werk nun auf mein Küchenfensterbrett – da hätte ich es bei der Höhe aber nie komplett fotografieren können. Wäre die Vase nicht für eine schmale Fläche bestimmt gewesen, hätte ich viel krummere Äste verwendet, aber vielleicht findet sich dafür ja mal ein anderes Plätzchen.

Mal sehen ob ich das Papier-Sträußchen im Herbst/Winter neu dekoriere oder ob mir der Kater damit zuvor kommt.
Bis dahin! Unterschrift Caro

Nachgemacht? #katzgemacht

2 Kommentare

  1. Coole Idee. Ist eine gute Alternative für den Osterbaum wenn man so wie ich unter einer Allergie leidet.

    • Hallo Barbara,

      Danke für deinen Kommentar. Stimmt, daran hab ich noch gar nicht gedacht… von nicht herumfliegendem Blütenstaub und verwelkten Blättern profitiert aber auch jeder, weil man weniger putzen muss 😉

      Schöne Grüße
      Caro

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