Rezept: Marinierter Ofen-Kohl mit Kartoffeln und Zwiebel-Sauce

Marinierter Weißkohl mit Kartoffeln

Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

Kohlscheiben mit Kräutermarinade und Salzkartoffeln

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen – ich bin definitiv pro Schale an Gemüse lassen.

Ein absolutes Wintergericht mit vielen Kräutern und Gewürzen, bei dem man ganz leicht große Mengen Kohl verarbeiten kann.

Da wir unser Gemüse seit ein paar Monaten verstärkt regional und saisonal beziehen, kommt es aktuell nicht selten vor, dass jede Woche ein neuer, nicht gerade kleiner Kohlkopf nach Hause getragen wird. Damit einem das gute Kraut nicht irgendwann bis oben hin steht, muss man etwas kreativer bei der Zubereitung werden. Ich persönlich mag ihn ja auch gerne roh oder als Salat, aber dann eben in Maßen. Also warum nicht den halben Krautkopf einfach in Scheiben schneiden und backen? Mit der richtigen Marinade und lecker Salzkartoffeln schmeckt das Wintergemüse so mal ganz anders und sehr würzig. Rosmarin ist ja mein unangefochtener Kartoffel-Partner-Favorit und stand glücklicherweise noch, von der Kälte unbeeindruckt, im eingeschneiten Schildkrötengehege. Wer monatelang ein Winterpäuschen einlegt, muss damit rechnen, dass ihm der Kräutergarten umgepflügt wird… aber nun zum Rezept:

Zutaten für 2 Personen:

Für den Kohl:

  • Weißkohl, genug für ein Backblech
  • 1 gehäufter TL Tahin = Sesampaste
  • 100 ml Wasser
  • 1 gestrichener TL Kreuzkümmel
  • 1 gestrichener TL Paprikapulver
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweig frischer Rosmarin
  • getrocknete Majoranzweige

Natürlich ist es relativ egal, ob die Kräuter frisch oder trocken sind. Ich gebe hier nur wieder, wie ich das Rezept umgesetzt habe. Ich habe die Marinade für den Kohl auch schon ohne Knoblauch oder mit ein paar Tropfen Mandelöl umgesetzt. Je nachdem was gerade greifbar war.

Für die Sauce:

  • 1 Zwiebel
  • 200 ml Wasser
  • 1 EL Hefeflocken
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Messerspitze scharfer Senf
  • 1 kleine Kartoffel
  • 1 EL Balsamico-Essig oder Apfelessig (Apfelessig ergibt eine schönere Saucenfarbe)
  • Salz

Außerdem:

  • ca. 700 g Kartoffeln

Zubereitung:

Vorbereitend solltest du die Kartoffeln putzen und unschöne Stellen entfernen. Währenddessen kannst du auch schon den Backofen auf 200° C, Umluft, vorheizen. Den Weißkohl schneidest du in etwa 1 cm dicke Scheiben und legst ihn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Nun kannst du die Kartoffeln auch schon in einen Topf geben und wie gewohnt durchkochen – ich habe dafür einen Dampfkochtopf verwendet, darin dauert das insgesamt circa 25 Minuten.

Sind die Kartoffeln im Topf kannst du dich um die Marinade für den Kohl kümmern. Dazu vermengst du das Tahin mit Wasser und gibst Kreuzkümmel, Paprikapulver und Pfeffer hinzu. Zerkleinere die Knoblauchzehe und gib auch diese zur Mischung. Zuletzt hackst du den Rosmarin in kleine Stücke und fügst auch diesen dazu. Mit einem Pinsel verteilst du dann die Marinade großzügig auf den Kohlscheiben. Leg noch ein paar Majoranzweige auf den Weißkohl und schiebe das Backblech auf die mittlere Schiene in den Ofen. Nach 10 Minuten bei 200° C solltest du die Temperatur auf 150° C zurückdrehen und den Kohl noch weitere 10 – 15 Minuten garen.

Mit dieser kleinen Kartoffel wird die Sauce gebunden

Diese Minikartoffel reicht um die Sauce zu binden.

Während nun Kohl und Kartoffeln ohne weiteres Zutun fertig werden, bereitest du die saure Zwiebel-Sauce zu. Schneide die Zwiebel in Würfel und brate sie in einem Topf an (Unter stetigem Rühren funktioniert das auch gut ohne Öl – selbst in einem unbeschichtetem Topf). Dann schälst du die rohe Minikartoffel und reibst sie mit einem Kartoffelhobel in feine Streifen. Lösche die Zwiebeln mit Wasser ab und gib die geriebene Kartoffel, Hefeflocken, die Lorbeerblätter, Muskat und Senf mit in den Kochtopf. Koche das Ganze kurz auf und lass die Sauce dann ungefähr 10 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln. Am Ende gibst du den Essig hinzu und schmeckst die Sauce mit Salz ab. Koch sie nochmals kurz auf – danach ist sie auch schon fertig. Vergiss nur nicht die Lorbeerblätter wieder herauszufischen.

Organisations-Tipp: Wenn du die Kartoffeln aus diversen Gründen schon vorkochst, ist es klüger für die Zwiebel-Sauce eine bereits gekochte, geschälte und zerstampfte Kartoffel zu verwenden. Dadurch wird die Konsistenz sämiger und man sieht die Kartoffelstreifen nicht in der fertigen Sauce schwimmen. Die restlichen vorgekochten Kartoffeln kannst du mit dem Kohl im Ofen neu erhitzen. 

Wenn alles fertig ist, richtest du Kartoffeln und Kohlscheiben auf flachen Tellern an und träufelst die Sauce darüber – ich habe die Kartoffeln noch leicht zerteilt und mit Kräutersalz bestreut, die Majoranzweige habe ich während des Essens von ihren Stilen befreit und die Blätter einfach mitverspeist.

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!
Mahlzeit! Unterschrift Caro

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