Beauty: Unter der Dusche mit Gras und Kräutern

Leben ohne Shampoo – meine natürliche Haarroutine

Leben ohne Shampoo und Conditioner – selbstgemacht mit natürlichen Inhaltsstoffen

Leben ohne Shampoo und Conditioner, dass ist nicht nur einfach sondern auch wesentlich spaßiger. Und wenn man es macht, um die Kopfhaut vom täglichen Waschen zu entwöhnen, noch nicht mal aufwendiger. In diesem Beitrag möchte ich dir nochmal genauer schildern, welche „Produkte“ ich gerade mit in die Dusche nehme und wie du mit natürlichen Inhaltsstoffen dein Haar ganz individuell auf dich abgestimmt pflegen kannst.

Aber wieso eigentlich auf Shampoo und Spülung verzichten? Herkömmliche Shampoos strapazieren die Kopfhaut indem sie ständig den natürlichen Talg, der unsere Haare eigentlich schützen soll, abspülen. Handelsübliche Spülung ist dann dazu da, die Haare wieder mit einer Schutzschicht auszustatten. Eigentlich ziemlich doof.
Alternative Methoden reinigen eher mechanisch. Das Haar wird kräftiger, voluminöser, fettet langsamer nach und fühlt sich einfach besser an. Früher konnte ich es zum Beispiel gar nicht leiden, wenn mir der Herr Ehemann durch die Haare strich. Sie könnten ja strähnig werden! Heute darf er das. Eine große Bereicherung.

Die Haarwäsche – schonend mit Roggenmehl

Die Haare mit Roggenmehl und Lavaerde sauber kriegen

Zur Entfernung von überschüssigem Fett, Schweiß und Staub, wasche ich mir die Haare mit Roggenmehl vom Typ 1150.

Die Zubereitung und Anwendung:

Man nehme 2 – 3 EL Roggenmehl und vermenge sie in einer kleinen Schüssel mit Wasser, bis eine cremige Masse entsteht… die Konsistenz ist dabei eher nach persönlichem Belieben zu wählen. Zusätzlich gebe ich, wegen der antibakteriellen Wirkung und wegen des Dufts, ungefähr 3 Tropfen Rosmarin-Öl hinzu.

Das Roggenmehl kann dann sofort verwendet werden. Und zwar wie folgt:

Die Haare nass machen und dann die Roggenmehlpampe auf dem Deckhaar verteilen. Dabei möglichst gründlich in die Kopfhaut einmassieren. Die Haarlängen brauchst du nicht zu berücksichtigen, die werden durch’s Auswaschen schon genug sauber.

Jetzt heißt es, Geduld haben. Das Ganze sollte nämlich ein wenig einwirken. Ich wasche mir in der Zwischenzeit immer den restlichen Körper und putze mir die Zähne. Danach sollte dann genug Zeit verstrichen sein und du kannst die Pampe auswaschen. Das dauert etwas länger, als man es von Shampoo oder Haarseifen gewohnt ist – trotzdem ist es wichtig, gründlich zu sein. Wenn es schnell gehen muss, wasche ich mir die Haare jetzt nur noch einmal kalt durch, damit sich die Haarschuppen wieder schließen und so leichter kämmen lassen; meistens tue ich aber auch noch etwas für den Glanz. (siehe weiter unten: Die Kür)

Die Nachbehandlung – richtig bürsten:

Wer die Haare mit natürlichen Mitteln pflegt, muss öfter kämmen. Nur so kann es der Talg von der Kopfhaut in die Spitzen schaffen. Das ist auch wichtig, damit sich auf dem Kopf keine Bakterien vermehren können. Ich bürste mir die Haare schätzungsweise dreimal am Tag. Dazu ist eine Bürste mit Naturborsten am besten geeignet. Damit ich die Bürste besser reinigen kann – und das muss man wirklich regelmäßig machen – habe ich mir vor Kurzem eine mit Holzborsten gekauft. (Die kleine auf dem Bild oben, ist übrigens die Bürste des Herrn Ehemannes. Meine ist schon groß.)

Ich empfehle übrigens, mal auszuprobieren, die Haare erst zu kämmen, wenn sie vollständig an der Luft getrocknet sind. Angeblich bricht das Haar nicht so leicht im trockenen Zustand. Ich lasse sie oft einfach über Nacht trocknen, komme am nächsten Morgen trotzdem noch durch und sie sehen viel dichter aus.

Auffrischen:

Wenn die Haare mal etwas schlapp machen, ich aber noch nicht waschen möchte, benutze ich als Trockenshampoo einfach Lavaerde. Die gibt’s in jedem Biomarkt und wird einfach am Haaransatz verteilt, mit einem Handtuch frottiert und ausgekämmt. Ein paar Prisen reichen oft schon aus.

Die Kür – Pflege mit Haartees

Das Haar natürlich mit Tees pflegen, z. B. mit Lavendel, Rosen und Brennnesseln

Bei der Herstellung von Haartees gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Sie dienen dazu das Haar glänzend und geschmeidig zu machen. Meine Haare wurden durch die reine Wäsche mit Roggenmehl etwas strohig, daher habe ich damit herumexperimentiert. Andere greifen auch zu Spülungen mit Apfelessig oder Ölen, wie Oliven- oder Kokosöl. Ersteres war mir zu wenig intensiv, Zweiteres bekam ich nicht mehr richtig aus den Haaren.

Meine Teemischung:

Haartees sind einfach nur sehr starke Kräutertees. Ich verwende im Moment 1 EL Brennnesseln, 1 TL Lavendel und ein paar Rosenblätter. Die Kräuter stopfe ich in ein Teeei und gieße sie mit einem halben Liter kochendem Wasser auf. Wenn der Tee fast schon kalt ist, nehme ich das Ei heraus und gieße einen weiteren halben Liter kaltes Wasser hinzu.

Dann geht’s damit in die Dusche. Nach der Haarwäsche tunke ich die Spitzen in den Tee und kippe mir dann nach und nach alles über den Kopf. Auswaschen ist nicht nötig.

Welches Kraut für welchen Zweck?

Hier habe ich dir noch eine kleine Übersicht an Kräutern und Ölen für Haut und Haar zusammengestellt, die dich bei der Zutaten-Entscheidung unterstützen soll. Original, aus dem Englischen, kommt die Auflistung aus dem Buch „make your place: affordable, sustainable nesting skills“ von Raleigh Briggs.

Welches Kraut für welchen Zweck? Eine Auflistung von Kräutern und Ölen für Haut und Haar.

Kräuterliste als PDF (70 KB)

1 Kommentare

  1. Pingback: Roggenmehl statt Shampoo – meine Erfahrung | knopfkatz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.