DIY: Basic mit Spitze – Shirt mit Häkelsaum schmücken

Spitzenshirt selbstgemacht

Aus einer langweiligen Basic-Klamotte wird ein Lieblingsstück.

Vorher-/Nachherbild vom Shirt, dass mit einem Häkelstück verziert wurde

Links: Meh – rechts: Yay!

Beim nicht enden wollenden wühlen im Kleiderschrank (Das Aussortieren zieht sich schleppend.), entdeckte ich einige, relativ weite, T-Shirts. Super zur Skinny-Jeans oder Taillenrock – aber brauch ich davon wirklich 5 Stück? Nein. Also musste eines davon für ein Upcycling herhalten und wenn es schief gegangen wäre, hätte ich ja noch dasselbe Teil in blau als Ersatz gehabt. So wurde das auserwählte Shirt mit einer Häkelbordüre aus Stäbchenfächern ausgestattet und ist nun auf jeden Fall ein Einzelstück. Und so ist es entstanden:

Material:

  • Ein Oversize-Shirt
  • Häkelgarn und Häkelnadel in passender Größe
  • Nähmaschine
  • Steck-, Stopf-, Nähnadeln, Schere
  • Stift oder Schneiderkreide und ein langes Lineal

Arbeitsschritte:

Markiere zunächst die gewünschte Länge deines Oberteils, indem du es anziehst, dich gerade vor den Spiegel stellst und in die entsprechende Stelle eine Stecknadel steckst.

T-Shirt in der Länge abstecken

Bei mir soll’s knapp bis zum Bauchnabel gehen. Später wurde es dann doch einen Tick kürzer, weil der erste Schnitt etwas schief wurde. Also lieber etwas Puffer einkalkulieren.

Nun schneidest du an den Seiten bis zur Höhe der Markierung entlang. Das kann von Shirt zu Shirt anders besser sein. Bei meinem lag der Schnitt vor der Naht, was gut gepasst hat. Wenn dich die ursprüngliche Seitennaht des Shirts zu sehr stört, kannst du sie ja mit ein paar Stichen fixieren oder hinter der Naht schneiden.

Zwischen den beiden Schnitten zeichnest du dann eine Verbindungslinie, entlang der du dann den restlichen Stoff abtrennst.

Das Shirt wird an den Seiten und der Horizontalen zugeschnitten.

An dieser Seite rollt sich die Kante schön sauber ein.

Das Häkelmuster.

So, die Vorbereitungen sind getroffen. Jetzt wird zur Häkelnadel gegriffen. Für die Spitzenverzierung habe ich zuerst ein paar einfache Reihen gearbeitet um das Teil später gut festnähen zu können. Der Rest ist in einem einfachen Loch- und Bogenmuster aus Stäbchen, Doppelstäbchen, Luft- und festen Maschen gehäkelt.

Das Muster besteht aus Elementen in einer Breite von 10 Maschen. Damit die Bögen versetzt werden können, braucht es zusätzlich 6 Maschen in der Reihe. So häkelst du also in Zehner-Schritten eine Luftmaschenkette, bis du in etwa auf die Breite deines Shirts gekommen bist und ergänzt noch die 6 Maschen am Ende. Die Kette sollte dann lieber kürzer als zu lang sein, da du das Häkelstück am Ende immer noch etwas dehnen kannst.

Wenn du die richtige Maschenzahl herausgefunden hast, arbeitest du mit Hilfe folgender Häkelschrift weiter:

Häkelschrift für ein Bogenmuster aus Doppelstäbchen und Luftmaschen

Hier kannst du dir das gute Stück auch herunterladen und ausdrucken: Häkelschrift-Download

So wiederholst du das Muster bis es so lang wie das vorher abgetrennte Stück Stoff ist – Oder ein bisschen kürzer, wenn du an der Unterkante noch Quasten anbringen möchtest (was du am besten ganz am Schluss tun solltest). Vernähe noch den Anfangs- und Endfaden und fahre so fort:

Waschen und Spannen.

Damit das gehäkelte Bogenmuster schön zur Geltung kommt, muss es gespannt werden. Dazu gibst du das fertige Häkelstück zur Sicherheit in ein Wäschenetz und lässt es mit der nächsten Waschladung in die Maschine wandern. Noch nass, platzierst du es auf dem vorbereitetem Shirt und ziehst es in die richtige Größe. Als Unterlage eignet sich das Bügelbrett und ein Handtuch. Stecke die Maschen mit Stecknadeln gut fest und lass‘ das Ganze vollständig durchtrocknen.

Das Häkelmuster wird direkt auf dem Shirt zur richtigen Größe gespannt.

Beim Feststecken stichst du am besten nicht direkt in die Maschen sondern in die Bögen.

Zu guter Letzt musst du das Gehäkelte nur noch am T-Shirt befestigen. Mit einer einfachen geraden Naht der Nähmaschine geht das am schnellsten. Bei den Rändern habe ich jedoch zur Nähnadel gegriffen, da die Seitennähte der Maschine im Weg waren.

Gehäkeltes wurde an ein T-Shirt genäht.

Die Seiten sind nur an der obersten Kante befestigt und baumeln ansonsten frei.

Jetzt ist die Zeit gekommen, Quasten festzubinden – oder Pompoms. Ich hätte lieber Pompoms gehabt, aber das Häkelgarn ist etwas steif, wodurch ich mir das recht schwierig vorstelle.

Shirt-Upcycling: Stoff mit gehäkeltem Bogenmuster kombinieren.

Mal sehen ob mich die Fransen irgendwann noch nerven und ich einfach noch eine paar zusätzliche Reihen im Muster ergänze.

Shirt mit selbstgemachter gehäkelter Verzierung

Bequem und sommerlich luftig 🙂

DIY-Upcycling für Kleidung: Oversize-Shirt mit gehäkelter Unterkante

Jetzt sieht man den Bauchnabel doch noch ein bisschen, aber egal.

War gar nicht so schwer. Das Muster ist in jedem Fall einen Versuch wert – egal, für was du es am Ende verwendest.
Viel Spaß beim Häkeln! Unterschrift Caro

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