DIY: Upcycling: Vom Tuch zum Haarband

zwei genähte Haarbänder. Die untere Version ist mit einer Schleife zu binden.

Mit wenigen Stichen kannst du dir aus einem ungeliebten Schal ein Haarband zum Verlieben nähen.

Die fertigen Haarbänder auf dem Kopf. Aus einem alten Tuch schnell genäht.

Links: Die supereinfache Lösung (Ohne Umschweife zu diesem Haarband springen). Rechts: Die trotzdem noch einfache Lösung (einfach kurz weiterscrollen).

Ausmisten für Sentimentale: Das Upcycling. Ich habe das Tuch, welches innerhalb dieses Beitrags zu zwei Haaraccessoires werden wird, wahrscheinlich ganze zweimal getragen. Und ich besitze es bestimmt schon vier Jahre. Damals durfte es bestimmt auch nur wegen dem tollen Muster mit – welches mir auch immer noch gut gefällt. Nur eben jedes für sich und nicht alle auf einem Tuch versammelt. Der Griff zur Schere lag recht bald nah. Da ich und die Nähmaschine uns allerdings nicht so gut verstehen, habe ich das Nähprojekt lange vor mir hergeschoben. Aber nun kannst du dir das Ergebnis ansehen und ich erzähle dir auch wie du das ganz leicht selbst machen kannst.

Material:

Dieser Schal soll zum Haarband werden

Diesem Tuch soll’s an den Kragen gehen.

  • Ein ungeliebtes Tuch
  • Textilgarn, 2 Schnüre à ca. 80 cm
  • Stoffschere
  • Maßband
  • Schneiderkreide, Stecknadeln, Stopf- oder Sicherheitsnadel
  • Nähmaschine
    oder Nadel und Faden, wenn du lieber per Hand arbeitest

Einfach genäht: Schmales Haarband mit Schleife im Nacken.

Arbeitsschritte:

Vorneweg sei gesagt: So ein Haarband verzeiht einige Ungenauigkeiten und ist daher ideal für Nähanfänger geeignet. Wo das Tuch zu kurz für deinen Kopf ist, gleicht es das Textilband wieder aus und auch schiefe Nähte verschwinden beim Tragen wie von selbst.

Schneide deinen Stoff auf das richtige Format zu. Mein Kopfumfang beträgt in etwa 56 cm. Davon habe ich 2 cm abgezogen und 8 cm Nahtzugabe addiert. Macht eine Länge von 62 cm (Mathegenie). Bei der Breite des zukünftigen Kopfbandes ist vor allem dein Ausgangsmaterial und dein persönlicher Geschmack entscheidend. Beachte aber dabei, dass du die Längsseite eventuell vorher noch versäumen musst, damit dir der Stoff nicht ausfranst. Die kürzere Seite wird später versäumt.

Tuch und Maßband

Zugeschnitten und versäumt: Ein Stoffstück von 62 x 20 cm.

Nun werden an beiden Seiten Schlaufen genäht. Dazu schnappst du dir dein Maßband und markierst den Stoff jeweils 4 cm von der schmalen Kante entfernt. Diese Stelle markiert die spätere Endlänge deines Haarbands. Falte den Stoff an der Markierung und fixiere das Ganze mit Stecknadeln oder mit Hilfe eines Bügeleisens.

Den Umschlag nähst du nun mit der Nähmaschine fest. Wenn dein Stoff ausfranst, kannst du ihn in diesem Arbeitsschritt nun gleich mit versäumen indem du den Stoff einfach nochmal kurz einschlägst. Beachte, das die Naht zur Außenkante noch genügend Platz für das Textilgarn bieten sollte.

Die Kanten des Tuches werden an der schmalen Seite eingeschlagen.

Wie man sieht, muss auch die Naht für die Schlaufen nicht sonderlich genau sein.

Jetzt fehlt nur noch das Textilgarn. Dieses wird mit viel Gefummel oder dem Hilfsmittel deiner Wahl durch die eben genähte Schlaufe gefädelt. Natürlich an beiden Seiten.

Textilgarn wird durch die genähte Schlaufe im Tuch gefädelt

Mit einer großen Stopf- oder einer Sicherheisnadel geht das Einfädeln des Textilgarns ganz leicht.

Zu guter Letzt: Das Band in Form ziehen. Raffe den Stoff eng zusammen und fixiere gegebenenfalls das Textilgarn.

Das Tuch wird mit Hilfe des Textilgarns gerafft.

Wenn dir das Textilgarn zu sehr hin und herrutscht, kannst du es mit einem einfachen Knoten oder ein paar Nadelstichen hier fixieren.

Das war’s auch schon. Gar nicht so schwer.

So sieht das Haarband dann auf dem Kopf aus:

Vorderansicht: Messybun mit genähtem Haarband

Von vorn…

Rückansicht mit Katze auf der Schulter: Messybun mit genähtem Haarband zum Schnüren

… und von hinten.

Noch einfacher gemacht: Haartuch mit Zopfgummi fixieren.

Für die Eiligen: Schneller kommt man wahrscheinlich nicht zu einem neuen Haarband.

Bei dieser Variante musst du einfach ein Stück Stoff in die passende Größe bringen, bei Bedarf versäumen, es um deinen Kopf wickeln und am Hinterkopf mit einem Haargummi zusammenbinden. Fertig ist die „impressive Frisur“ – Zitat: Herr Ehemann.

Mein Tuch hat eine Größe von 55 x 70 cm und so sieht’s aus:

Vorderansicht: Messybun mit Haarband

Das Haarband verdeckt vorne schön störende Haar-Eskapaden.

Rückansicht: Messybun mit Haarband

Am Hinterkopf entsteht ein süßer Knoten.

Die Bad-Hair-Days sind vorbei. Viel Spaß beim Nähen
oder Knoten!
Unterschrift Caro

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