DIY: Grobe Fischermütze aus Baumwoll-Mix stricken

Blaue Strickmütze für Männer

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Ein paar Runden Rippenmuster und schon ist der Kopf warm.

mit doppeltem Faden gestrickte Rippenmütze, für sehr große und kleine Köpfe

Herr Ehemann präsentiert sein neues Kopfgewand.

Du kannst dir ja gar nicht vorstellen, wie schnell ich alles stehen und liegen gelassen habe, als der Herr Ehemann die lang ersehnten Worte aussprach, nämlich: „Zu Weihnachten wünsch‘ ich mir eine Strick-Mütze von dir“. Papalapap zu Weihnachten… bis dahin friert sich der Herr ja die Ohren ab! Er hatte zwar schon eine Mütze von mir, der sah man aber deutlich an, dass sie aus Resten bestand. Also habe ich schnell den Garnvorrat gecheckt, bin fündig geworden und habe die Mütze bei nächster Gelegenheit angenadelt. Wenn man keine reich bebilderte Anleitung mit der Mütze machen will, ist die Haube aus dickem Garn über ein fleißiges Wochenende fertiggestrickt. Und das mit der Anleitung habe ich ja schon erledigt. Obwohl Rippen-Mütze nicht ganz wie eine klassische Fischermütze aussieht, welche man zur Zeit ja wieder häufiger auf Köpfen findet, sieht der Herr Ehemann damit wie ein richtiger Seebär aus und ist auch richtig verliebt in seine neue Kopfbedeckung. Da steht er dann auch, mehr oder weniger, gerne Modell.

Material:

  • hier wurde mit doppeltem Faden verstrickt:
    online Linie 107 Supersoft, Lauflänge: 130 m/50 g, NS: 3 – 4, 60% Baumwolle/40% Polyacryl
    Verbrauch: ca. 2 Knäuel
  • Nadelspiel Stärke 5
  • kurze Rundstricknadel Stärke 5 (optional, siehe die nächsten Bilder)
  • Stopfnadel, Schere
  • Markierhilfe für die Runden, z.B. ein Kontrast-Faden oder Maschenmarkierer

Größenfindung:

Bei einem Rippenmuster muss die Maschenzahl immer durch 2 teilbar sein. Die Angabe einer Maschenprobe ist meiner Meinung nach etwas schwieriger, da sich das Muster stark zusammenzieht und genauso gut wieder ausdehnen kann.

Mit 2 Strängen Garn gestrickt, sind 20 Maschen, flach liegend, ca. 10 cm breit. Bei einem Kopfumfang von stolzen 63 cm müsste ich also folglich 126 Maschen stricken, doch ich habe lediglich 88 Maschen angeschlagen. Ganze 19 cm weniger und sie passt trotzdem. Das Muster dehnt sich so zwar stark, aber das erhöht die gewollt grobe Optik noch mehr.

Miss bei einem Probestück im Rippenmuster einfach die Breite im zusammengezogenen und im gedehnten Zustand und verwende einen Mittelwert. Da kannst du eigentlich nichts falsch machen.

Wichtig ist dabei vor allem, nicht zu streng anzuschlagen, damit sich die Anschlagsmaschen genauso gut dehnen können, wie das Muster.

Für die Herren-Mütze habe ich folgende Schritte gearbeitet:

Für den Anfang habe ich meine 88 Maschen mit einem Nadelspiel angeschlagen und zur Runde geschlossen. Alternativ kannst du auch eine Rundstricknadel verwenden. Mehr dazu in der folgenden Box ▼

Rundstricknadel oder Nadelspiel?

Beim Nadelspiel musst du bei einer Mütze dieser Größe gut aufpassen, dass dir die Maschen nicht von der Nadel hüpfen. Es ist aber machbar – ich habe es aus Mangel an Alternativen auch geschafft. Am Ende und weil ein anderes Strickprojekt die Nadeln frei gegeben hat, habe ich die Runden mit einer Rundstricknadel fortgeführt. Da ging’s gleich schneller und sicherer voran. Ich glaube, das ist meine erste Mütze, bei der ich die Rundstricknadel verwende. Ich konnte mir irgendwie nicht erklären, wie ich da die Runde schließen soll, aber eigentlich ist das keine große Kunst. Manchmal muss man es einfach mal ausprobieren um den Knoten im Hirn zu lösen.

Mütze durchgehend mit einem Nadelspiel stricken

Beim Arbeiten mit dem Nadelspiel herrscht an den Enden Platzmangel.

Herren-Mütze mit einer Rundstricknadel stricken

Wenn du mit einer Rundstricknadel strickst, solltest du den Rundenanfang markieren oder dich am Anfangsfaden orientieren. Das Nadelseil hier ist 50 cm lang, das war gerade noch kurz genug. Bei längeren Seilen musst du es ständig nachziehen und das ist natürlich mega lästig.

Nachdem alle Maschen auf der Nadel sind, strickst du eine Runde linke Maschen. Danach fährst du im Rippenmuster fort. Das heißt, du strickst immer 2 linke Maschen und 2 rechte Maschen im Wechsel.

Arbeite so lange im Grundmuster weiter, bis dein Strickstück in etwa 22 cm misst.

Mit dem Lineal nachmessen, ob die Mütze schon weit genug gestrickt wurde

22 cm sind hierbei das Minimum, wer das Bündchen lieber breiter hat, strickt gerne 25 cm.

Jetzt startet die erste Abnahme. Dafür strickst du in der folgenden Runde immer 2 Maschen zusammen und wechselst dabei gleichzeitig auf’s Nadelspiel. Pro Runde zählst du nun 44 Maschen.

Wechsel von der Rundstricknadel auf das Nadelspiel

Die beiden rechten Maschen werden jeweils rechts zusammen und die beiden linken Maschen werden links zusammen gestrickt. So ist die Abnahme beinahe unsichtbar.

Nach der Abnahme strickst du weiter abwechselnd in Runden eine linke und eine rechte Masche. Bis deine Mütze ungefähr weitere 3 cm länger ist. In der nächsten Runde strickst du dann immer 2 Maschen rechts zusammen und halbierst somit die Maschenzahl erneut.

Die Mütze kurz vor der letzten Abnahmerunde

Dort wo die Sicherheitsnadel steckt, war die erste Abnahmerunde. Nach 6 Runden konnte ich die zweite und eigentlich letzte Abnahme stricken.

Normalerweise würde ich die restlichen Maschen auf den Arbeitsfaden fädeln und das Ganze zusammenziehen, aber ich wollte mal etwas anderes ausprobieren. Hier habe ich die Mütze folgendermaßen beendet: Die erste Masche der Runde wird ganz normal rechts gestrickt, dann wird sie jedoch wieder auf die linke Nadel zurückgehoben. Als nächstes nimmst du die Masche links daneben und hebst sie über die erste Masche. Und so geht’s dann beständig weiter. Die 2. Masche auf der Nadel wird immer über die erste gehoben.

Zusammenziehen der Maschen durch Abheben

Gestrickt wird nur die erste Masche. Die restlichen Maschen werden quasi nur drüber gehoben.

Die Maschen ziehen sich automatisch ordentlich zusammen.

So sieht das dann nach einer Weile aus. Den Anfangsfaden musst du übrigens nicht festhalten, da hat nur mein Gewohnheitstier überhand genommen.

Die letzte Masche der Nadel ziehst du zu einer großen Schlaufe. Ziehe alle Maschen noch einmal fest zusammen, schneide den Endfaden ab, verknote ihn mit der Schlaufe und ziehe den Knoten nach innen, um ihn dort gut versteckt vernähen zu können.

Beenden der Mütze durch Verknoten der Schlaufe und des Endfadens.

Fest ziehen, verknoten und schon ist die Mütze – bis auf das Vernähen – fertig.

Jetzt heißt es nur noch: aufsetzen, aufsetzen, aufsetzen.

Hoffentlich darf ich dem Herrn Ehemann noch viele weitere Mützen stricken – ich kann’s gar nicht abwarten.
Bis dahin, liebe Grüße,Unterschrift Caro

Nachgemacht? #katzgemacht

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