Rezept: Pasta mit körniger Walnuss-Sauce, Brokkoli und getrockneten Tomaten

Brokkoli-Walnuss-Tomaten-Sauce zu Pasta

Zubereitungszeit ca. 40 Minuten

Leckere Fettuccine mit noch leckererem Walnusspesto und Brokkoli

Wenn eine zu viele Walnüsse hat…

Auf instagram habe ich in letzter Zeit schon ausführlich mein „Leid“ über die mehr als üppige Walnuss-Ernte in diesem Jahr geklagt. Die Nüsschen liegen zum Trocknen wirklich auf jeder möglichen Freifläche in der Wohnung verteilt, der Kater darf nicht unbeaufsichtigt bleiben, weil er sonst alles abräumen würde und im Garten stolpert man noch immer über die ein oder andere. Aus reiner Verzweiflung und nicht etwa weil wir so nette Menschen sind, haben der Herr Ehemann und ich schon diverse Nussspenden an Freunde verteilt. Und eben diese haben uns dann vom Walnuss-Pesto vorgeschwärmt, was unseren Nussvorrat kurzzeitig in weitaus positiveres Licht rücken lies. Die Umsetzung ging auch ganz fix, ich hatte ja schließlich schon etliche Serien-Episoden (ja, so messe ich üblicherweise die Zeit) damit verbracht die Nüsse zu knacken und musste so nur mal kurz in den Pott greifen. Es hat sich echt gelohnt den Walnüssen ausnahmsweise eine tragende Rolle im Menü zukommen zu lassen. Sonst gehen sie im Müsli oder als Topping ja eher unter. Noch simpler wär das Rezept natürlich ohne Brokkoli, aber „eat your greens!“

Für jeden Tag ist so ein Walnuss-Ereignis allein wegen des Kaloriengehalts natürlich nichts. Aber ab und an wird das in Variation schon auf unserem Speiseplan stehen. Das Walnuss-Fett ist ja schließlich reich an Omega3- und Omega6-Fettsäuren, senkt so den Blutdruck und Cholesterinspiegel und ist einfach zu lecker um es sich nicht öfter zu gönnen.

Wesentlich gesünder wird der übermäßige Walnussverzehr, wenn du die Nüsse vor dem Verarbeiten 6 Stunden in Wasser einweichst und danach nochmal abspülst. Dadurch schwemmst du die Phytinsäure aus den Nüssen, welche andernfalls die Aufnahme von wertvollen Mineralstoffen im Körper verhindern würde. Wenn du ab und zu mal eine Nuss naschst ist das nicht weiter schlimm, aber bei größeren Mengen erscheint es sinnvoll die Antinährstoffe auszuspülen. Wenn du die Nüsse im Anschluss wieder gut trocknen lässt, z.B. über dem Heizkörper oder in einem Dörrapparat, kannst du sie auch gut für längere Zeit lagern. So hast du immer bekömmliche Nüsse zur Hand.

Zutaten für 2 Personen:

  • 250 g vegane Fettuccine
    oder eine andere Pasta-Sorte
  • 200 g Walnusskerne
  • 360 g Brokkoli
  • 100 g getrocknete Tomaten in Öl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • Salz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Hilfsmittel:

  • Standmixer für die Walnüsse

Vorbereitung:

Optional: Die Walnusskerne für 6 Stunden in ca. 400 ml Wasser einweichen und anschließend gut trocknen lassen. (Begründung, siehe oben)

Zubereitung:

Für dieses Rezept ist es deine erste Aufgabe, den Brokkoli in kleine Röschen zu teilen. Dabei die Stile in kleine Stückchen schneiden, damit auch alles gleichmäßig garen kann. Den zerkleinerten Brokkoli lässt du in einem Topf mit Wasser aufkochen und lässt ihn dann bei mittlerer Temperatur und geschlossenem Deckel ungefähr 4 Minuten köcheln. Er sollte am Ende schon durch sein, aber noch etwas Biss haben.

Nach der Garzeit lässt du den Brokkoli in einem Küchensieb abtropfen.

Während der Brokkoli kocht, gibst du die Walnüsse in eine große Pfanne und röstest sie darin gut an – möglichst ohne sie dabei anzukokeln. Je nach Modell solltest du die Nüsse nun vielleicht etwas abkühlen lassen, ansonsten kannst du sie direkt in den Mixer geben und zerkleinern.

mit dem Mixer zerkleinerte Walnusskerne

Nach ein paar Knopfdrücken am Mixer sahen meine Walnüsse so aus. Gröber oder feiner geht natürlich auch.

Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt das Nudelwasser aufzusetzen und damit die Nudeln nach Packungsanweisung zuzubereiten.

In der Zwischenzeit schneidest du die getrockneten Tomaten in kleine Stücke. Das abtropfende Öl kannst du, soweit möglich, ruhig aufheben. Das kommt später alles mit in die Pfanne. Zuerst brätst du aber in besagter Pfanne für ungefähr 3 – 4 Minuten den Brokkoli in ca. 2 EL Öl und einer guten Portion Pfeffer an. Füge dann die Tomaten, eine zerkleinerte Knoblauchzehe, die Walnüsse sowie 25 ml Olivenöl und 100 ml Wasser hinzu und lasse alles nochmal kurz aufkochen. Schmecke die Sauce mit Salz ab und hebe sie unter die Pasta, die ja mittlerweile fertig gekocht sein sollte.

Und schon kann das Ganze serviert und verspeist werden.

Walnüsse und Brokkoli zu Nudeln. Lecker und reich an ungesättigten Fettsäuren

Zuhause zur Abwechslung mal nicht Vollkorn-Nudeln zu essen war wirklich eine Besonderheit für den Gaumen. Soul Food eben. Zu Gnocchi schmecken die Walnusskörnchen aber bestimmt auch ganz gut.

Guten Appetit und vorab viel Geduld beim Nüsse knacken!
Unterschrift Caro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.