Rezept: Kirsch-Beeren-Mischung mit Nusscreme auf Blätterteig

Kirschen und Beeren auf einer frischen Cashew-Creme

Zubereitungszeit ca. 35 Minuten + Kirsch-Entkernung

Zum Anbeissen: Beeren-Nuss-Creme auf Vollkornblätterteig

Saisonales Obst wird ein süßer Snack zum Niederknien.

Es ist Kirsch-Saison und dazu heuer auch noch eine ziemlich ertragreiche. Viele wissen gar nicht mehr wohin damit. Hm… auf Blätterteig-Platten bekommt man zumindest ein paar unter. Gut, ich musste jetzt nur ungefähr 2, 3 Kilo verarbeiten und habe ja auch noch den Herrn Ehemann im Haus – der isst die gerne einfach so, kiloweise für umme, vielleicht kann man ihn sogar für den eigenen Obstbaum mieten. Ich kann mal nachfragen. Jedenfalls muss man da ganz schön schnell sein, wenn man die Kirschen eigentlich zu etwas richtig Leckerem verarbeiten möchte. Zum Glück wächst im Garten gerade auch so einiges, was sich hervorragend als Lückenfüller eignet. Massenweise Johannisbeeren, winzige Erdbeeren und noch winzigere Himbeeren*. Bei letzteren war ich mir jahrelang gar nicht bewusst, dass die Sträucher überhaupt Früchte tragen, weil die Vögel oder sonstiges Getier (oder doch wieder der Herr Ehemann?!) immer schneller abgeerntet haben. Doch dieses Jahr konnte ich ganze 3! Stück für mich gewinnen. Ein ganz schöner Kampf für so einen kleinen Nachmittagssnack.

Die Beeren- und Obstbeschaffung ist bei diesem Rezept der höchste Aufwand. Der Rest geht superschnell und ist auch noch ganz einfach zu variieren. Kuchenboden statt Blätterteig, andere Nusssorte, andere Gewürze… Mit diesem Basisrezept bist du quasi bestens für den nächsten spontanen Kaffeebesuch gerüstet.

*die auf Fotos sichtbaren Himbeeren sind vom Wochenmarkt

Ein Rezept für vier Blätterteig-Platten: Getoppt mit einer Zitronen-Cashewmischung sowie Beeren und Kirschen

Vier Blätterteig-Platten – die perfekte Menge für den Nachmittags-Kaffee zu zweit.

Für 4 Quadrate brauchst du:

  • 4 vegane Vollkorn-Blätterteig-Platten
    (findest du im Biomarkt in der Tiefkühltruhe)
  • ca. 300 g verschiedener Früchte
  • 150 g Cashewkerne
  • 2 Msp gemahlene Vanille
  • 1 Prise gemahlener Kardamom
  • 1,5 TL Rohrohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • Zesten einer Biozitrone (ca. 1/3 der Frucht)
  • 5 TL Beeren-Marmelade nach Wahl (ohne Stückchen)
  • 8 Blätter Zitronenmelisse

Hilfsmittel:

  • Küchemixer
  • Backpapier
  • Zester, Küchenhobel

Vorbereitung:

Wasche die Früchte gründlich ab und entkerne die Kirschen. Stell sie beiseite und achte darauf, dass alles gut abtropft.

Während du dich um Kirschen und Beeren kümmerst, kannst du auch schon einmal den Ofen lt. Packungsanweisung des Blätterteigs vorheizen. Den Tiefkühl-Blätterteig solltest du mind. 5 Minuten bevor du ihn in den Ofen schiebst aus dem Gefrierfach nehmen und nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Zubereitung:

Gib die angetauten Blätterteig-Platten in den heißen Backofen und stell die Küchenuhr auf die Hälfte der, auf der Packung angegebenen, Backzeit. In meinem Fall waren das insgesamt 15 Minuten, also ca. 7 Minuten. Zeit genug, die Cashewkerne mit Vanille, Kardamom, Zucker, Salz und 100 ml Leitungswasser in den Mixer zu geben. Nachdem das Nussmus fein püriert ist, hobelst du noch ein paar Zitronenzesten und hebst diese unter die Cashewcreme.

Wenn die Küchenuhr klingelt, sollte sich der Blätterteig eigentlich schon zu schönen Kissen verformt haben. Nimm sie aus dem Ofen und verteile die Nusscreme darauf. Die hübschen Kissen fallen dann leider wieder zusammen, aber so könnte das ja auch niemand in den Mund nehmen. Blätterteig und Creme gehen dann für die restliche Backzeit, also für weitere 8 Minuten, wieder in den Ofen.

Ist der Blätterteig gold-braun, nimmst du ihn aus der Röhre und verteilst die Früchte darauf. Je dichter desto leckerer. Für die „Glasur“ nimmst du dir dann deine Lieblings-Marmelade und träufelst sie über die Quadrate. Wenn die Marmelade zu den schnittfesten Sorten gehört und sich nicht gut verteilen lässt, erhitzt du sie einfach kurz in einem Topf. Die Marmelade wird wieder flüssig und kann ohne Probleme über die Früchte gegeben werden.

Nun lässt du alles noch ein wenig abkühlen, verteilst die Küchlein auf Tellern und legst das ein oder andere Blättchen Zitronenmelisse auf die Küchlein – aus optischen und geschmacklichen Gründen. Am Ende habe ich nochmals ein paar Hobelstriche Zitronenschale über allem verteilt. So schmeckt’s richtig sommerlich frisch.

Jetzt fehlt nur noch ein Tässchen Kaffee (oder Tee), ein gemütliches Plätzchen und du kannst endlich genüsslich zubeissen.

Auf den Bildern liegen zwar Kuchengabeln bereit, man kann die Teilchen aber auch schnell mit der Hand verputzen.

Was lernen wir aus diesem Rezept? Wenn dir jemand eine größere Menge Kirschen anbietet, sag ja!
Süße Grüße, Unterschrift Caro

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