Alternativer Christbaum für kleine Räume

DIY: Ein Weihnachtsbaum für unser kleines Wohnzimmer

Weihnachtsambiente trotz Platzproblemen und dabei auch noch Katzensicher.

Weihnachtsbaum-Alternative auf einer Holzplatte
Hier hängt doch glatt ein Strohstern schief…

Die Weihnachtsdeko ließ in unserer Wohnung in diesem Jahr lange auf sich warten. Was an weihnachtlichem Krimskrams im Keller ist, möchte ich auch gar nicht mehr an jedem freien Platz im Zimmer verteilen. Zu viel Arbeit, zu viel Unruhe. Dementsprechend blieb aber auch die Vorfreude auf die Feiertage etwas aus. Da ich insgeheim schon immer einen kleinen Baum in unsere vier Wände zwängen wollte, habe ich mir diesen Wunsch heuer erfüllt – so weit es mir möglich war. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Mein Weihnachtsbaum ist platzsparend, leicht wieder verstaubar, minimalistisch und nachhaltig. So etwas wünsche ich mir ja eigentlich für die komplette Wohnung. Aber gut, der Baum macht den Anfang.

Ich beschreibe dir nun genau, wie ich meinen Baum gemacht habe, damit du es ganz anders machen kannst.

Als ich im Vorfeld dieses Projekt geplant habe, wollte ich eigentlich mit einer Leinwand statt eines Brettes arbeiten. Die Preise im Baumarkt haben mich dann aber überzeugt, die Holzplatte einzupacken und zu hoffen, dass ich mit dem Bohrer schon umgehen werden könne. Bei einer Leinwand könnte man die Fäden, die den Baum bilden, ja einfach mit einer Nadel durchziehen.

Im Laufe der ganzen Baumentstehung dachte ich: „Ich lass das jetzt so„. Er gefiel mir nämlich ohne Deko schon gut und ich wollte es nicht vermasseln. Jetzt ist er so wie er ist und natürlich könnte man noch Papiergirlanden, Lichterketten usw. ergänzen, aber das kann ich ja über die Jahre hinweg noch tun.

Für meinen DIY-Weihnachtsbaum habe ich dieses Material verwendet:

  • Holzplatte, 60 cm x 120 cm x 3 mm
  • Holzleisten zur Verstärkung der Platte
  • Holzleim oder Universalkleber, evtl. Schraubzwingen
  • Paketschnur und weißes Garn
  • 5 Strohsterne
  • schmales Washitape
  • weißer Buntstift oder Kreide
  • Acrylfarbe in Schwarz, Blau, Grün und Gold
  • Pinsel, Bleistift, Lineal
  • Akkuschrauber
  • Bohraufsatz, 4 mm
  • Schleifpapier

Hier siehst du ein paar Bau- und Detailbilder: Von der hässlichen Rückseite und meiner absolut akkuraten Vorzeichnung für die Bohrungen; Als ich merkte, dass der olle Stern schief hängt; Die goldene Fleißarbeit am Rand und das ein Strohsternchen auch mit dem dünsten Masking-Tape noch gut hält.

Weiter unten findest du die detaillierte Beschreibung meiner einzelnen Arbeitsschritte.

Meine Vorgehensweise beim Baumbau:

Schritt 1: Zeichne den Baum grob mit Bleistift auf die Holzplatte. Mit dem Lineal arbeitest du die gewünschte Form noch einmal genau nach. Immer dort wo die Linien nun einen Winkel bilden, bzw. enden, muss ein Loch ins Holz.

Schritt 2: Nimm den Akkuschrauber zur Hand und bohre alle nötigen Löcher ins Holz. In meinem Fall waren das 27 Stück. Leg ein dickeres Stück Holz unter, wenn dein Fußboden oder Tisch nicht auch ein paar Löcher davontragen soll.

Schritt 3: Schleife die komplette Vorderseite der Platte ab, damit die Farbe später gut hält. Auf der Rückseite sind die Löcher etwas ausgefranst, was ich auch abgeschliffen habe. Nach diesem Schritt kannst du die ganze Platte etwas verstärken, indem du mit Hilfe von etwas Leim Holzlatten auf die Rückseite klebst. So verbiegt sich das Holz nicht, wenn du es später einfach an die Wand lehnst. Ich habe dafür Lattenreste und einen Universalkleber, der nach 10 Minuten sofort hält, verwendet. So konnte ich auch gleich weiterarbeiten.

Schritt 4: Ist der Kleber auf der Rückseite trocken und die Platte abgestaubt, ist es Zeit die Vorderseite zu bemalen. Mische die Farbe an und streiche damit die gesamte Fläche. Wenn du besonders detailbewusst sein möchtest, streichst du die Kanten in einem anderen Ton. Bei meiner Farbwahl konnte ich mich einfach nicht zwischen Tannengrün und Nachthimmelblau entscheiden und habe stattdessen ein sehr dunkles Petrol angemischt.

Schritt 5: Jetzt wird der Baum aufgezurrt. Fädel Paketband und Garn gleichzeitig durch die Löcher hin und her bis das Bäumchen steht. Ich habe nach dem Steppstich-Prinzip gearbeitet, aber du kannst natürlich auch die Fäden jedesmal abschneiden und rückseitig zusammenbinden. Wenn die beiden Garnspitzen mal nicht durch’s Loch wollten, habe ich mit einer Nadel nachgeholfen und angeschoben.

Schritt 6: Nun kannst du schon aufhören und dir den wohl minimalistischsten Baum ins Zimmer stellen oder dich kreativ verausgaben und das Ganze bis auf die Spitze weihnachtlich dekorieren. Ich habe mich für eine Zwischenlösung entschieden. Die Strohsterne sind von Mama gesponsert, mit Washitape befestigt und somit auch einfach wieder ablösbar. Der Rest ist aufgezeichnet – was etwas Mut gekostet hat, weil es sich auf der bemalten Fläche schlecht radieren lässt. Zur Not müsste man noch etwas Acrylfarbe anrühren um Fehler komplett verschwinden zu lassen.

alternativer Weihnachtsbaum – schnell gebastelt und wiederverwendbar
Wenn dir das Ganze zu wenig grün ist, kannst du ja noch ein paar Zweige ergänzen.

Auf den Bildern mit dem fertigen Bäumchen siehst du auch schon mein nächstes Projekt: Tapete kratzen, viel davon. Ich werde mich wohl die nächsten Wochen komplett diesem Thema witmen. Auf meinen Social-Media-Kanälen lasse ich aber wahrscheinlich ab und an doch etwas von mir hören. Bis dann!

Frohe Weihnachten und eine ruhige Zeit wünsche ich!
Liebe Grüße, Unterschrift Caro

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